Marek Böckmann krönt GT3-Debütsaison mit Glanzleistung

Mit einer fahrerischen Glanzleistung verabschiedet sich Marek Böckmann aus der Saison 2018. Beim VLN-Finale auf dem Nürburgring fuhr der Nachwuchsstar mit 8:03.909 Minuten eine neue persönliche Rennbestzeit und beendete den 43. DMV Münsterlandpokal auf dem hervorragenden fünften Gesamtrang.

„Das war das beste Rennen meiner Karriere. Das Auto war perfekt vorbereitet und hat Spaß gemacht. Ich konnte die gesamte Distanz Druck auf die Konkurrenz ausüben und zahlreiche GT3-Fahrzeuge im direkten Kampf niederringen“, resümierte der 22-Jährige nach dem Rennen. „Wir haben dieses Jahr eine tolle Entwicklung zeigen können, so kann es von mir aus weitergehen. Schade, dass die Saison jetzt schon vorbei ist.“

Welchen Reifeprozess Marek Böckmann gemacht hat, zeigt ein Blick auf die Fakten: Von Rundenzeiten um 8:15 Minuten am Saisonbeginn hat sich der Lautersheimer bei VLN6 mit einer Zeit von 7:59.490 Minuten selbst in den erlauchten Kreis jener Rennfahrer eingetragen, welche die Kombination des Nürburgring Sprintkurses inkl. Nordschleife in „Under8“ bezwingen.

Eine Fabelzeit, die nicht selbstverständlich ist. Im Qualifying zum Finalrennen war Böckmann in zwei Runden jeweils auf einer Zeit unter acht Minuten unterwegs, wurde jedoch beide Male im Verkehr von langsameren Fahrzeuge aufgehalten. Damit startete er gemeinsam mit Teamkollegen Steve Jans von der 12. Position.

Böckmann/Jans, die mit dem Gigaspeed Team GetSpeed Performance Porsche 911 GT3 R in der starken PRO-Wertung genannt hatten, setzten alles auf eine Karte und pflügten beherzt durch das Feld. Jans fuhr den Startstint und übergab nach fünf Runden an Böckmann. Der Barutti-Markenbotschafter überzeugte einmal mehr durch eine fehlerfreie Fahrt und setzte sich in zahlreichen Zweikämpfen souverän durch. Nach Ablauf der Vierstundendistanz überquerte das Duo auf dem guten 5. Platz und als insgesamt zweitbester Porsche die Ziellinie.

Voraussetzung dazu ist ein perfektes Qualifying. Hier wird der Grundstein für das spätere Rennen gelegt, welches erneut über eine Distanz von vier Stunden führte. Böckmann, der sich dieses Mal das Fahrzeug mit Philip Hamprecht teilte, fuhr bereits in seiner Outlap bei noch feuchten Streckenbedingungen mit 8:45.620 Minuten seine persönliche Bestzeit, welche im weiteren Verlauf aufgrund diverser Unfälle und Gelbphasen nicht verbessert werden konnte. Böckmann/Hamprecht starten somit vom siebten Startplatz.

Das Duo fuhr unter dem Motto „volle Attacke“ in der Klasse „SP9 PRO“. Philip Hamprecht legte einen fulminanten Start hin und katapultierte den Porsche auf die vierte Position nach vorne. Im Anschluss verteidigte Marek diese Position und kämpfte um Platz 3, als Hamprecht für den Schlussspurt erneut übernahm. Auf Podiumskurs liegend machte ein Ausrutscher im Streckenabschnitt Eschbach jedoch alle Hoffnungen zunichte, die Weiterfahrt nach einem leichten Leitplankenkontakt war nicht möglich.

Damit schließt der Nachwuchsrennfahrer, welcher mit Good Feeling Products beim Finale einen neuen Partner begrüßen durfte, die erste GT3-Saison erfolgreich ab.

2018-10-23T11:44:42+00:00 22. Oktober 2018|